Asyl in Brühl

 

Über uns

Der Arbeitskreis Asyl in Brühl ist eine Gruppe von derzeit etwa 50-60 Mitbürgern aus Brühl, die sich zur Aufgabe gemacht haben, die Asylbewerber nach ihrer Flucht in ein Land, dessen Sprache sie nicht sprechen, bestmöglich zu unterstützen. Kein Flüchtling verlässt seine Heimat freiwillig ohne Not. Fluchtursachen sind vielfältig und komplex. Die Aufnahme und Annahme von Flüchtlingen ist eine Herausforderung. Wir helfen allen Flüchtlingen unabhängig von ihrem Status. Sie sind in ihrer jetzigen Situation in Not und können jede Hilfe gebrauchen.

Hier in Brühl sind Flüchtlinge willkommen. Dafür, dass das so bleibt, setzt sich der Kreis Asyl in Brühl ein. Wir wollen den Asylbewerbern Kontakt zu Brühlern ermöglichen, ihre Sorgen anhören ihnen bei Problemen helfen und die Integration in unsere Gemeinde erleichtern.

Viele Anregungen und Ideen bilden die Grundlage zum „Weiter so“ der Menschen, die bei „Asyl in Brühl“ aktiv sind.

 



 Neues aus dem Projekt „Fahrradwerkstatt für Bedürftige“

 

Jedes Rad ist eine Herausforderung

 

Inzwischen ist man richtig gut eingerichtet mit Werkzeug, Vorrichtungen und Ersatzteilen. Die Werkstattausstattung wurde von den Mithelfern größtenteils selbst angefertigt und montiert. Weit über 50 Räder konnten seit Dezember 2016 bisher hergerichtet, repariert und für den Alltagsbetrieb geeignet, abgegeben werden.

 

Und alles ehrenamtlich!

 

Die Anschubfinanzierung durch die Grüne Liste Brühl e.V. hatte wesentlich dazu beigetragen, den heutigen Stand zu erreichen. Jetzt müssen weitere Investitionenaus den Spenden für die abgegebenen Fahrräder finanziert werden.

 

Aktuell reiht sich das Projekt in Europas größte Kommunikationskampagne rund um das Thema „Abfallvermeidung“ ein. Im Rahmen des Jahresmottos „Gib‘ Dingen ein zweites Leben“ und der Frage, wie Reparatur in Deutschland gestärkt werden kann, um Abfälle zu vermeiden, ist die Gruppe aktiv unterwegs. Sie schont damit die natürlichen Ressourcen im Sinne der Kreislaufwirtschaft und praktiziert den Klimaschutz.

 

Zu einem recht großen Fundus an gespendeten Fahrrädern kam die Projektgruppe durch die Auflösung des Polizeilagers der Gemeinde, durch die Auflösung der Fahrradwerkstatt in Oftersheim und durch viele Spenden aus der Bevölkerung. Nicht zuletzt auch durch Spenden von Hausgemeinschaften, wie die im Oftersheimer Weg 21, als im August Herr Ries und Herr Gothe die Bewohner anfragten, welche  Räder denn noch benötigt werden. 12 Räder konnten sie der Gruppe somit vermitteln, von denen bereits einige hergerichtet wurden und einen neuen Besitzer gefunden haben. „Natürlich ist keines der Räder, die wir bisher erhielten, fahrbereit. Jedes Fahrrad ist eine Herausforderung, benötigt Ersatzteile, eine individuelle Bearbeitung und viel Liebe für’s Detail“, so Projektleiter Klaus Triebskorn. „Es erfordert oft sehr viele Stunden, bis ein Rad fertig ist“.

 

„Fahrrad auf Bestellung ist schwierig. Das hat uns schon häufig in Stresssituationen gebracht, wenn wir unsere terminlichen Zusagen nicht halten konnten, entweder wegen fehlender Ersatzteile oder weil sich das gewünschte Rad dann doch als unreparabel herausstellte“, berichtet Hermann Scheuler. „Daher ist unsere Gruppe dazu übergegangen, vorwiegend zuerst Räder fertigzustellen und daraus einen kleinen Fundus bereitzustellen, damit diese dann gegen eine Spende abgegeben werden können“. Derzeit sind 10 Fahrräder fertig, darunter Damenräder, Herrenräder, Jugendräder.

 

Dabei bricht Projektleiter Klaus Triebskorn eine Lanze für die frühere Fahrradgeneration. „Wir stellen immer wieder fest, dass Räder älterer Bauart mit weniger Reparaturaufwand fertig zu stellen sind, als Räder neuerer Fertigung“ so Triebskorn, „die Alten waren eben doch stabiler und zuverlässiger“.  „Als Stammbesetzung sind wir zu dritt, sporadisch kommen weitere Helfer hinzu, so wie Abdul aus dem Kreis der Asylbewerber und Galdeu aus Mosambik. Aber auch Schüler machen bei uns mit“, berichtet Werner Huber, der von Anfang an dabei ist, “hier wird Integration und Sprache lernen ganz nebenbei geübt und praktiziert“.

 

Mit der Zeit entwickelt sich jeder Mithelfer zum Spezialist. „Das geht vom Fahrradelektriker über den Schaltungsfachmann, Felgenausrichter, Bremsenguru bis hin zum Mantel- und Schlaucherneuerer. Es ist eben bei der Vielfalt der Modelle und Ausführungen nicht so einfach, für jeden Mangel eine Lösung parat zu haben“, so Triebskorn weiter. „Da ist eine Spezialisierung schon sinnvoll. Bei der Menge an Fahrrädern, die noch zu reparieren sind, wäre es lt. Triebskorn jedoch erforderlich, weitere Helfer, wenn möglich mit etwas Erfahrung und technischem Verständnis, für unser Projekt zu begeistern. 

 

Wer also donnerstags ab 17.00 Uhr ein wenig Zeit aufbringen kann, ist gerne in unserer Werkstatt im Keller des Pavillons der Schillerschule willkommen. 

 

Kontakt: Klaus Triebskorn, Tel. 74859, Werner Huber, Tel. 77450.